"Wie kann mein Mann nach dem Schlaganfall wieder schlucken lernen?"

"Für eine fachgerechte Behandlung einer Schluckstörung stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung."

"Unser kleiner Sohn spricht immer noch nur einzelne Wörter, aber Kinder aus der Gruppe reden schon in kleinen Sätzen. Muss ich mir Sorgen machen?"

"Bereits für zweijährige Kinder existieren wissenschaftlich belegte Therapien, damit Spätsprecher (Late Talker) wichtige Entwicklungsmeilensteine für die Sprache erwerben."

"Nach einem ganzen Tag Unterricht in der Schule ist meine Stimme fast weg. Was kann ich dagegen tun?"

"Eine kompetente Therapie der Stimme verhilft zu größerer Belastbarkeit, sodass sie auch nach dem Unterricht sprechen können."

Logopädische Leistungen für Erwachsene

Neurologische und onkologische Störungsbilder

Bei Erkrankungen im Erwachsenenalter handelt es sich meistens um Sprech-, Sprach-, Schluck- und Stimmstörungen.

Für die drei erst genannten Störungen ist meistens ein Schlaganfall die Ursache. Aufgrund einer Durchblutungsstörung der Hirnblutgefäße oder einer Hirnblutung können sehr schwere Hirnschädigungen auftreten. Nach der Akutphase eines Schlaganfalls (Stroke) erfolgt zunächst die stationäre Rehabilitation. Im Anschluss daran erhalten viele Patienten noch eine ambulante Therapie, die hier in der Praxis für Logopädie Friedrich Bergen durchgeführt werden kann.

Nicht nur ein Schlaganfall verursacht solche Störungen, sondern auch Hirntumore und andere neurologische Erkrankungen, wie M. Parkinson, Multiple Sklerose oder Myasthenia Gravis.

Zu den Sprechstörungen zählt die sogenannte Dysarthrophonie oder Dysarthrie. Meistens ist die Aussprache sehr undeutlich oder verlangsamt. Grund hierfür können Lähmungserscheinungen in der Zunge, im Gesicht oder am Gaumensegel sein.

Bei einer Sprachstörung (Aphasie) sind kortikale Sprachzentren im Gehirn betroffen, sodass es zu Wortfindungsstörungen oder kurzen ungrammatischen Äußerungen sowie Störungen im Wort- oder Satzverständnis kommt. Ferner kann auch die Schriftsprache betroffen sein.

Häufig ist nach einem Schlaganfall die Schluckfunktion beeinträchtigt, sodass es zu einer Mangelernährung oder sogar zu einer Lungenentzündung kommen kann. Die Schluckstörung (Dysphagie) muss sowohl logopädisch als auch ärztlich genau untersucht werden, um das Risiko einzuschätzen und ggf. weitere bildgebende Untersuchungen (z.B. eine FEES, Schluckendoskopie) einzuleiten. Die Ergebnisse solch einer Untersuchung sind wichtig, um geeignete Therapieverfahren auswählen zu können.

Diagnostik und Therapiebereiche

Für die Diagnose verschiedenster Störungen kommen folgende Testverfahren in der Praxis für Logopädie Friedrich Bergen zur Anwendung:

  • Frenchay-Dysrthrie-Untersuchung

  • Aachener Aphasie-Test

  • BIAS (Bielefelder Aphasie-Screening)

  • BIWOS (Bielefelder Wortfindungsscreening)

  • 50 ml Wasserschlucktest mit Pulsoxymetrie

Nach dem Diagnostikprozess ist entscheidend, inwieweit diese Beeinträchtigung die Teilhabe im Beruf oder den Alltag einschränkt. Entsprechend können nun gemeinsam Therapieziele festgelegt werden, wonach sich die Auswahl der Therapiemethoden richtet.

Funktionelle und organische Stimmstörungen

Menschen, die einen sogenannten Sprechberuf ausüben, wie Lehrer, Pastoren, Ärzte, Berater u.a., sind auf eine unbeeinträchtigte Stimmfunktion angewiesen. Jedoch können, z.B. bei einem unökonomischen Stimmgebrauch, bestimmte Stimmprobleme und Heiserkeit auftreten. Dadurch ist die Ausübung des Berufes beeinträchtigt oder sogar gefährdet. Solch eine funktionelle Stimmstörung (Dysphonie) muss durch einen HNO-Arzt oder Phoniater untersucht und abgeklärt werden. Sollte eine Stimmtherapie notwendig sein, kann der Arzt eine entsprechende Heilmittelverordnung ausstellen.

Stimmstörungen können jedoch auch organisch verursacht sein. Durch Operationen, beispielsweise an der Schilddrüse oder am Herzen, kann der Nerv für den Kehlkopf (N. recurrens) beschädigt worden sein und schwere Stimmstörungen, im Sinne einer Lähmungserscheinung, verursachen. Auch diese Art der Stimmstörung muss durch den Facharzt der HNO oder Phoniatrie abgeklärt werden bevor eine Stimmtherapie, z.B. auch eine Elektrotherapie (VocaStim), erfolgt.

Diagnostik und Therapie

Im Rahmen der logopädischen Befunderhebung wird der Stimmklang des Patienten beim Lesen eines Textes und in der Spontansprache gemeinsam analysiert. Die daraus resultierenden möglichen stimmlichen Probleme, wie eine erhöhte Sprechstimmlage oder angestrengte Stimmgebung, werden in der Therapie im Rahmen von verschiedenen Stimmübungen behandelt, beispielsweise mithilfe der Akzentmethode.

Auch die Messung eines Stimmfeldes kann für die Therapie wichtig sein. Dafür nutzen wir das PC-Programm Ling Waves.